Im Jahr 1953 erschien mit der Perfekta eine Boxkamera, die sich von den übrigen Vertretern dieser Bauart durch ihre deutlich handlichere Form unterschied. Nicht zuletzt unter dem Eindruck des 17. Juni 1953 wurde sie zu einem Massenprodukt für den DDR-Binnenmarkt entwickelt, das dem Bedarf der Bevölkerung nach einer besseren Versorgung mit Konsumgütern Rechnung trug. Neben der Formgebung unterscheidet der Materialeinsatz die Perfekta von herkömmlichen Boxkameras. Das Gehäuse und die meisten Anbauteile der Kamera sind aus Bakelit gefertigt. Auch die Lichtstärke des verwendeten 2-linsigen Objektivs „Achromat“ liegt mit 1:7.7 über dem bisher üblichen Niveau einer Boxkamera (i.d.R. 1:11). Eine weitere Besonderheit der Perfekta ist gewiss ihr Hersteller: das Rheinmetall-Werk in Sömmerda. Eigentlich wurden an dieser Fertigungsstelle Bürogeräte hergestellt. Da sich dieses Segment im Wandel befand, verfügte der Betrieb jedoch über die notwendigen Kapazitäten für die Fertigung der konstruktiv einfachen Kamera. 1955 wurde die Perfekta durch die Perfekta II abgelöst, die sich in Form und Ausstattung deutlich von ihrer Vorgängerin unterschied.
Rheinmetall (VEB) – Perfekta
| Kategorie | Kamera |
|---|---|
| Bauart | Bakelitkamera, Boxkamera |
| Epoche | Nachkriegszeit / DDR (1945 - 1990) |
| Hersteller | Rheinmetall |
| Firma | VEB Rheinmetall Sömmerda |
| Marke | Rheinmetall |
| Modell | Perfekta |
| Filmformat | Mittelformat 6 x 6 cm, Rollfilm 120 |
| Objektiv | Achromat 1:7.7 / 80 mm |
| Objektivanschluss | fest |
| Verschluss | Einfachverschluss |
| Verschlusszeiten | B, M |
| Produktionsbeginn | 1953 |
| Produktionsende | 1955 |
| Beschreibung | Einfache Boxkamera aus Bakelit mit Rahmenklappsucher hauptsächlich für den Binnenmarkt.der DDR |